Das Allgäu, ganz besonders die Region um Füssen mit den Ammergauer Alpen, fasziniert mich seit Kindesbeinen. Die Kombination aus Seen, Wäldern und Bergen zieht mich magisch an. Diesmal probiere ich das erste Mal Waldbaden im Bergwald aus.

Schon wenn ich am Allgäuer Tor bin, hebt sich gleich und unmittelbar meine Stimmung und die Landschaft zaubert ein Lächeln in mein Gesicht. Ich werde innerlich leichter und befreiter. Und ich bilde mir ein hier riecht es schon nach Bergwald.

Der Bergwald hat eine wichtige Funktion

Im Bergwald sind oft noch Tannen, Fichten, Kiefern gegenüber Buchen, Bergahorn oder Vogelbeere in der Mehrzahl. Erst in den den letzen Jahren wurden viele Anstrengungen unternommen, um die Bergwälder mehr und mehr zu durchmischen. Laubbäume wie das Bergahorn werden vielfach angepflanzt.

Waldbaden im Bergwald
Waldbaden und Bergahorn

In den Ammergauer Alpen nahe bei Füssen ist der Bergwald – wie anderswo in den Alpen – ein wichtiger Schutz vor Lawinen, Steinschlag oder Murenabgängen. Auch für die Holzwirtschaft spielen besonders in dieser Region die Bergwälder eine zentrale Rolle. In dem zu Wikipedia verlinkten Bericht über die Ammergauer Alpen erfahren Sie mehr zur Geologie und zur Geschichte dieser Alpenregion

Wandern zum Waldbaden

Ich mache mich heute vom Parkplatz „Rohrkopfhütte und Drehhütte“ auf eine Wanderung mit integrierten Waldbaden im Bergwald auf. Inzwischen hat sich wahrscheinlich rumgesprochen, dass Wandern kein Waldbaden ist und wodurch es sich konkret unterscheidet. Ein Kombination kann jedoch gerade in einer bergigen Umgebung zielführend sein. Aufgrund der Entfernungen von befestigten Straßen, aufgrund der Steilheit des Geländes und dem zum Teil sehr dichten Bewuchs, kann es ein Weile dauern, bis ein zum Waldbaden geeignetes Areal gefunden ist. Ich habe mir einen Rundweg ausgesucht. Dieser führt mich über die Rohrkopfhütte, weiter zur Drehhütte und dann wieder hinab zum Parkplatz. Von der Karte her müssten sich beim Abstieg einige spannende Waldbadengebiete anlaufen lassen. Dafür habe ich extra Zeit eingeplant. Nach meiner Erfahrung ist es gut mindestens 2,5 Stunden Zeit zur Verfügung zu haben.

Meinen Waldbaden im Bergwald Platz gefunden!

Waldbaden im Bergwald
Mein Waldbaden im Bergwald Platz

Die Steilheit des Geländes ist für mich zunächst ungewohnt. Meine Schritte, egal ob ich mich bergauf oder bergab bewege, benötigen mehr Muskeleinsatz – steigend oder stützend. Der Boden ein weicher mit Moos und Flechten bewachsener Teppich aus Millionen von Nadeln federt leicht unter meinen Schritten. Das Wetter heute ist schön angenehm warm und mein Waldstück kühlt mich leicht. So tauche ich mehr ein ins hier und jetzt. Ich suche mir nach einer Weile einen Platz am Boden aus, auf dem ich gut liegen kann. Ich mache es mir bequem. Und ich schließe meine Augen. Nach ein paar tieferen Atemzügen beginne ich meine 5 Sinne Meditation. Ich lasse mich ein aufs Riechen, Fühlen, Schmecken, Hören und Sehen.

Blauer Bergwald oder blaue Berge

Wussten Sie, dass die Cherokee Indianer den Wäldern ihrer Heimat – den Great Smoky Mountains – den Namen Shalonage (Ort des blauen Nebels) gaben? Dieses Phänomen „der blauen Berge“ liegt an dem bläulichen Dunst bei von Wäldern geprägter Natur.

Begründung: Die Bäume geben sich leicht verflüchtigende organische Verbindungen (vorwiegend Terpenen) ab. An ihnen streut sich vor allem der blaue Anteil des Sonnenlichts. Dadurch entsteht der Eindruck der blauen Berge.

Wollen Sie Waldbaden selbst ausprobieren?

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Hier finden Sie eine tolle Beschreibung aller Bäume in Bayern, also auch in den Bergwäldern.

DENN DU BIST NICHTS ALS WEG UND DURCHGANG UND KANNST NUR VON DEM LEBEN, WAS DU VERWANDELST. DER BAUM VERWANDELT DIE ERDE IN ZWEIGE. DIE BIENE DIE BLÜTE IN HONIG. UND DEIN PFLÜGEN DIE SCHWARZE ERDE IN DAS FLAMMENMEER DES GETREIDES.

Antoine de Saint- Exúpery

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